Free Candy

Cover des Ska Punk Albums Free Candy von Horny Lulu

Interpret: Horny Lulu

Titel: Free Candy

 

Release: 2014

Label: DIY

Format: CD

Songs: 9 Stück

Dauer: 25 min

 

Design: Sören Dumkow || Dominik Speh

Recorded: Artist Tonstudio

 

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Reviews

Rocktimes
Sommer, Sonne, Badezeit fällt mir auf Anhieb bei den ersten Takten der seit fünf Jahren existierenden Sigmaringer SKA/Punk-Formation Horny Lulu ein. Dieses Feeling bleibt auch bis zum Ende der CD erhalten, deshalb direkt noch einmal auf die Starttaste des CD-Players gedrückt und einen zweiten Durchlauf genießen. Ein Album, das einfach Spaß macht. Die Bläser sind schön druckvoll und spielfreudig im Vordergrund. Der Sänger hat eine markante Stimme, die er auch gut einzusetzen weiß. Die Gitarren sind in den Punkpassagen schön fett und dezent, wenn der SKA zum Tanzen aufruft. Die Rhythmusfraktion liefert einen soliden Teppich, der dem Ganzen einen guten Groove gibt und die Band nach vorne bringt. Die Songs sind sehr gut arrangiert, abwechslungsreich und durchdacht. Aber was soll das 'sezieren', gute Musik (Off Beat, Baby!) spricht ihre eigene Sprache und die hier geht sofort in Bauch, Beine, Po und Kopf.
"Free Candy" ist nach "Open your Eyes" von 2011 die zweite CD, die die Band in Eigenregie am Start hat. Einen Song besonders hervorzuheben, bedarf es nicht, denn das Album ist wie aus einem Guss. Da wird von der ersten bis zur letzten Sekunde gerockt, geskankt und gepunkt. Um eine vielfach verwendete Floskel zu benutzen, die hier sicherlich zutrifft: Die Band braucht sich nicht hinter internationalen Größen dieses Genres, wie z. B. Los Locos (Spanien) oder Talco (Italien), zu verstecken.
Anfang bis Mitte der 90er tummelten sich noch viele SKA-Punk Bands, die vor allem aus den USA kamen, auf deutschen Bühnen (u. a. Mad Caddies (USA), Liberator (Schweden) und natürlich die Paten dieses Musikstils, die Mighty Mighty Bosstones (USA). Viele davon sind heutzutage nicht mehr aktiv bzw. touren nicht mehr so intensiv. Umso schöner, dass es Horny Lulu gibt, die sehr umtriebig sind und viele Konzerte spielen. Über 60 mal stand die Band schon auf der Bühne und teilte sie z.B. mit Anti Flag, Irie Révoltés und Zebrahead. Für 2014 stehen neben der CD-Release-Party sowie einigen Sommerfestivals auch internationale Auftritte auf dem Programm. Da wünscht man der Band und ihrem Publikum viel Spaß und eine gute Zeit! Die aktuellen Live Dates findet man auf der unten aufgeführten Webseite von Horny Lulu.
Es lohnt sich auf jeden Fall für Fans dieses Genres, aber natürlich auch für alle anderen Tanzwütigen, mit den Jungs in Kontakt zu treten und die CD zu ordern. Solltet ihr den Namen Horny Lulu auf einem Konzertplakat lesen, gehet hin und mehret euch! Ihr werdet es nicht bereuen. Vielleicht sieht man sich ja beim Tanzen vor der Bühne. In diesem Sinne: Support the underground and your local music scene!!!
Handle Me Down

So beständig der Ska totgesagt wird, so oft erbringen (junge) Bands den Beweis, dass das Bläser-motivierte Tanzbeinschwingen längst nicht als Auslaufmodell abgestempelt werden darf. Zu den Vorkämpfern dieser Besinnung auf die sonnigen Momente des Lebens dürfen auch HORNY LULU aus dem baden-württembergischen Sigmaringen gezählt werden. Na gut, der Bandname mag auf den ersten Blick nicht gerade zur Pulssteigerung des Genres beitragen, aber wer seine Sympathien allein an solchen Marginalien festmacht, sollte sein Toleranzmaß besser auf den Prüfstand stellen. Dabei helfen könnte „Free Candy“, die zweite Langrille des 2009 gegründeten Septetts.

Darauf geboten werden neun muntere Tunes, die souverän Ska, Punk und Rock vermengen. Neu ist das sicher nicht, dafür aber einnehmend genug vorgetragen, um die Glieder auch diesmal zu erhöhtem Bewegungsdrang zu verleiten. Mit leicht rauer Note und einem Schuss Melancholie bleibt die Nähe zur DIY-Kruste gewahrt. Das recht klar abgesteckte Nebeneinander von Punk-Kante, rockigen Gitarrenausflügen und Bläsereinsatz erinnert bisweilen an die unerschütterlichen STREETLIGHT MANIFESTO. Wie die US-Ostküstler zielen auch HORNY LULU nicht auf das unbedingte Hitpotenzial (wenn Nummern wie das balladeske „Rick D“ oder „Small Fish“ auch im Ohr verweilen), sondern formulieren ihre Stücke vielseitig und insgesamt gefällig aus. Mehr als ein flüchtiger Reanimationsversuch ist das allemal.

http://www.handlemedown.de/horny-lulu-freecandy-2014-diy/

Ox Fanzine (7/10)

Ach, was sind die süß. HORNY LULU, das sind sieben Jungs aus Oberschwaben, die mit munterer Unbedarftheit fluffigen Ska-Punk aufs Parkett bringen. Damit haben sie sich in den Jugendzentren zwischen Sigmaringen und Gammertingen offensichtlich schon eine beeindruckende (und ich vermute: zu einem Großteil weibliche) Zuhörerschaft erspielt.

Und das ist ihnen durchaus zu gönnen: Die Songs sind abwechslungsreich, die Bläser druckvoll. Und die Idee, sich im Booklet gegenseitig und völlig ernstgemeint Bravo-mäßig zu interviewen, ist ebenso sackblöd wie charmant.

Weiter so, ihr Racker!

http://www.ox-fanzine.de/web/rev/92386/reviews.207.html

Biotechpunk

Horny Lulu machen Ska, eine Musikgattung die ich streckenweise recht gerne mag, aber schon lange nicht mehr gehört habe.
Wieso dem so ist kann ich an dieser Stelle gar nicht so genau sagen, vielleicht weil ich gar nicht mal so viele Ska-Sachen habe die ich hören könnte.
Das ist nun zwar schon ein kleiner Widerspruch in sich, aber dem will ich hier einfach mal beiseite wischen und mich der Veröffentlichung von Horny Lulu zuwenden, welche in einer kleines, aber feines Digipak daherkommt.

Neun Lieder befinden sich auf Free Candy, so der Titel des Albums und geboten wird eine Mischung aus Trompeten, Ska und Punk.

Horny Lulu packen hier die gute Laune ein, verpacken diese in feinen, dichten und druckvollen Ska, mit vielen Trompeten und einer guten Ladung Punk und heraus kommt genau dieses Album, das so gut gelaunt klingt wie das Farbenfrohe Coverartwork vermuten lässt.

Das schöne ist, wie ich finde, das die Lieder allesamt unterscheidlich, das Album damit abwechslungsreich geworden ist und nicht gleichförmig und eintönig, wobei der Stil der Band duch alle Lieder schon zu erkennen und wiedererkennen ist.
Ferner gehen manche Lieder recht gut nach vorne, sind sehr punkig, druckvoll, aber nicht ohne die Trompeten und damit im passenden Stil von Horny Lulu, wie zum Beispiel Sorry, der dritte Song des Albums.

Mein Fazit: Die gute Laune steht im Vordergrund, zumindestens wenn ich hier nur der Musik lausche, was wahrscheinlich alle Musikhörer zuerst machen wenn sie Musik hören.
Die Musik von Horny Lulu klingt hier auch einfach nur positiv, ohne das dies jetzt irgendwie wertend gemeint sein sollte.
Aber die Musik macht gute Laune, passt zum Sommer, lockt ihn und transportiert mit die farbliche Stimmung des Coverartworks. Die Farben passen einfach mit zur Musik der Band.
Horny Lulu bringen hier einfach druckvollen Ska-Punk auf das Album und ich vermute, mit ein wenig weiterentwicklung könnten wir noch so einiges großes von Horny Lulu erwarten, denn wenn ich das hier richtig überblicke, dann ist dies das erste volle Album der Band, nach einer EP-Veröffentlichung.

http://biotechpunk.de/2014/07/review-horny-lulu-free-candy/

Nameless Magazine (7/10)

So, meine Freunde! Party on! Heute bekommen unsere Synapsen oberschwäbischen Skapunk. Die 7-köpfige Combo „Horny Lulu“ besteht seit 2009 und nach 2011 veröffentlichen sie nun ihren zweiten D.I.Y. Tonträger "Free Candy", der für erfüllte Stunden voller Tanz und gute Laune sorgt. Auf ihren Konzerten haben die 7 Jungs um Sänger Marco durch ihren Spielspaß ihr Publikum immer voll überzeugen können. Über die Jahre hinweg erspielte man sich so eine eigene Fanbase, die nun weiter wachsen soll. Wer also auf Bands wie die „Mad Caddies“ oder „Sondaschule“ steht, der kann hier wieder etwas Feines entdecken. Also die Ohren gespitzt, die Boxen gepegelt und auf geht’s, Play!
 
Summer Comeback – Wie erwartet, geht von der ersten Sekunde an die Party ab. Nach kurzem Intro wird im straighten Tempo zu Standartakkorden in die Trompete gepustet und man kann gar nicht anders, als mitzutanzen. Fein gepustet, die Herren!!!! Der Gesang ist clean und gut gelaunt, hier und da aber auch etwas schief, was zwar überhaupt nicht tragisch ist, aber hörbar. Der Sound ist echt nicht von schlechten Eltern, teilweise klingt alles etwas dumpf, besonders dann, wenn alle Instrumente zu hören sind. ABER! Es ist immer eine Kunst für sich, Ska Bands aufzunehmen und abzumischen. In diesem Fall ist es gelungen, vor allem handelt es sich hier um eine D.I.Y. Aufnahme und da kann man wirklich seinen Hut vor ziehen! Um mal wieder zum Song zu kommen: das Songwriting ist klassisch gehalten, es gibt jetzt keine großen Überraschungen, und das muss es auch gar nicht. Jeder beherrscht sein Instrument und das Gesamtbild ist stimmig und einheitlich. Ein guter Einstand.
 
Cocaine Girl – Yeah! Hier erwartet uns eine Mischung aus klassischem Ska im Midtempo und klassischen, schnell getrommelten Punkrock im Refrain. Wie man schon erahnen kann, passiert hier im Songwriting viel. In der Mitte gibt es einen kurzen Reggea Part. Immer wieder gibt es Breaks und Partwechsel, aber ohne zu überladen zu klingen. Die Trompetenmelodie bleibt wie so oft im Ska, als Ohrwurm in den Gehörgängen. Richtig feine Nummer!
 
Sorry – Geilomat! Es wird geschrammelt und der ganze Spaß wird mit einer weiteren Ohrwurmtrompete verschnörkelt. Das Blasinstrument ist in der Strophe Teil des Rhythmus und im Refrain wieder Hauptmelodie. Nach dem ersten Refrain bekommen wir ein kurzes, aber echt amtliches Gitarrensolo. Das Drumming ist durchgehend schnell im klassischen Punkrock Stil. Ich kann mich jetzt nicht entscheiden, ob ich eher tanzen oder eher im Pogorausch versinken würde. Jedenfalls ist das hier eine richtig gute Skapunk Nummer, die man auf jeder Party auflegen kann. Knallt!
 
Open your eyes – Party on! Von der ersten Sekunde an geht es richtig ab! Im flotten Ska Rhythmus wechseln die Gitarren zwischen clean und Verzerrung, während die Trompeten eine weitere Ohrwurmmelodie mit leicht spanischem Touch pusten, um den sich der gut gelaunte Gesang schlängelt. Passt alles super zusammen, Qualitativ hochwertig sowohl im Songwriting als auch in der Umsetzung des Feelings. Großartige Unterschiede zu größeren Adressen gibt es nicht. Geiles Ding!
 
Good Sides – Hui, das geht sofort rein. Sehr schöne Gitarrenakkorde und flotte Trompeten im straighten Ska Rhythmus. Wirkt alles ein bisschen melancholisch und doch nicht traurig, fröhlich aber dennoch nicht „Hurra“ mäßig. Irgendwie ein Mix aus alldem. Der Gesang ist nach wie vor clean, geht diesmal etwas in Richtung Sprechgesang. Nach knapp zweieinhalb Minuten ist der Spaß dann vorbei. Kurz, knapp, aber wirkungsvoll. Cool!
 
Rick D – Höhö… irgendwie ist der Anfang voll lustig. Cleane gezupfte Gitarren und Trompeten, die in der Harmonie irgendwie was von Volksmusik haben. Keineswegs negativ gemeint, es kommt total sympathisch und witzig rüber. ABER, als dann der Gesang einsetzt, wird es melancholisch. Der Gesang ist auf einmal rauer und melodiös, es kommen sehr feine Gitarrensolos daher. Im Grunde klingt der Song so, als hätten Social Distortion jetzt auch Trompeten. Das Songwriting ist ganz stark, hier zeigt die Band mal, was für ein Potential in ihr steckt. Gar nicht mal so klein, das Kino hier. Für mich Höhepunkt des Albums aufgrund der Vielfältigkeit zwischen den (auch akustischen) Zeilen!
 
Always the same – Schön! Es beginnt im straighten Punkrock Stil mit genialer Trompetenmelodie. Die Stimme bleibt jetzt rau, was mir sehr gefällt. Seit dem vorherigen Song wirkt alles noch lebhafter und energiegeladener. Die Ska Einlagen machen tanzend, die Strophen und der Refrain bescheren mir ein Wechselspiel zwischen voll abgehen und gespannt lauschen, was die einzelnen Elemente da so alles anstellen. Man merkt einfach, dass hier Musiker hinter stecken, die vollends wissen, was sie tun. Notenblätter und Songstrukturen auf DIN A-4 sind hier mit Sicherheit alles andere als Fremdwörter. Gute Nummer, der Drive geht bisher nicht einmal verloren. Läuft!
 
Small Fish – Der Song startet mit einem Riffing, das stark an „Seven nation Army“ erinnert. Dann geht’s aber direkt zurück in klassischen Ska. Der Gesang ist nun wieder cleaner, bis der Refrain kommt. Astreiner Punkrock! Dann wieder Ohrwurmtrompeten reingepackt und das Ding haut rein. Songwriting ist hier auch wieder abwechslungsreich durch die Partwechsel. Die Band macht Spaß, das ganze Album ist wirklich hörbar! Coole Nummer!
 
Mission Complete – Der letzte Song geht nochmal richtig ab. Beginnt diesmal mit einem Mini Drumsolo, das cool kommt. Jetzt gibt es einen Mix aus klassischem Ska und Punkrock, der irgendwie gleichzeitig läuft. Die Elemente werden bewusst kombiniert und daraus entsteht eine eigenständige Mischung, die Spaß macht. Am Ende gibt es einen amtlichen Instrumentalpart. Jeder haut noch einmal alles raus. Wechsel folgt an Wechsel. Erst biste in Mexiko, dann biste in irgendnem AK. Und ganz plötzlich ist der Song vorbei.
 
So, meine Freunde! Das hat Spaß gemacht! Ich höre noch nicht lange Ska, seit ungefähr 2 Jahren hab ich es für mich entdeckt und mich dann detaillierter damit auseinander gesetzt. Aus dem Fundus, den ich bis heute in meinen Schädel gestopft habe, kann ich hier schnell eine Bewertung finden. Und die ist eindeutig im oberen Drittel. Im oberen Drittel der vertragslosen Ska Bands, die in Deutschland existieren. Hier sind Musiker am Werk, die tief in der Materie Musik stecken, es zum Teil auch studieren. Was nichts heißen muss, aber man hört es irgendwie raus. Die Art von Ska und Punkrock und wie es hier kombiniert wird, ist sicher nichts Neues und man möchte sagen klassisch. Unter geht hier aber nichts, kein Song tröpfelt daher, in jedem gibt es irgendwas, dass heraussticht und Freude bereitet. Ska Freunden lege ich das Album nahe, ihr werdet es nicht bereuen. Vielen Dank fürs Lesen und bis zum nächsten Review, ihr Lieben.

http://www.nameless-magazin.de/review-horny-lulu-free-candy-cd.html

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